2. Jahrgang - Ausgabe 1/2007 - 1. März 2007
Klimaschutz zum Ersten: Vamos-Veranstaltungsreihe "Amazonas-Regenwald - das bedrohte Paradies"
Alle reden zurzeit vom Klimaschutz - wir auch! Aber im Gegensatz zu manchen Energie- oder Autolobbyisten empfehlen wir nicht den Ausbau der Atomenergie oder die Reduzierung der CO2-Emissionen von Autos im Minimalbereich. Wir erweitern die Debatte um den Aspekt der Menschenrechtsverletzungen und empfehlen den Besuch unserer aktuellen Veranstaltungsreihe: Jede Minute werden weltweit 25 Fußballfelder Regenwald gerodet. An der Zerstörung des Waldes und der Vertreibung der dort lebenden Indianer sind auch deutsche Banken und Unternehmen beteiligt. Wir informieren in unserer Veranstaltungsreihe über die Hintergründe.
Vom 7. März bis zum 4. April finden in den Kinosälen des Münsterschen cinema und im Veranstaltungsraum des cuba insgesamt acht Film- und Informationsabende statt. Dabei geht es um das indianische Leben im Amazonas-Regenwald, die Erdöl-förderung, Biodiesel aus dem Tropenwald und um den Zusammenhang zwischen Tempo-Taschentüchern und Landraub im Dschungel. Einen besonderen Höhepunkt gibt es zum Abschluss der Reihe am 4. April: Satellitenbilder, die die Regenwald-zerstörung aus dem Weltall dokumentieren!
Wenn Sie weitere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen erhalten möchten, klicken Siie bitte hier.
Oder Sie rufen uns an, wir schicken Ihnen den Veranstaltungsfalter gern zu!
Hier können Sie den Falter als pdf-Datei (412 KB) einsehen oder hier bei uns kostenlos bestellen.
Klimaschutz zum Zweiten: "Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des globalen Klimawandels" Veranstaltungen in Münster und Umgebung
Nach dem großen Erfolg der Veranstaltungsreihe zu den UN-Entwicklungszielen „Keine Ausreden - Handeln jetzt!“ (über 800 Besucher!) in Münster starten wir mit dem Thema in die zweite Runde. „Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des globalen Klimawandels“ heißt die Veranstaltung, die am 11. Juni ab 18.30 Uhr in der Katholischen Akademie Franz Hitze Haus stattfindet. Zusammen mit den Referenten Martin Fliegner (Geoscopia, Bochum) und Sven Harmeling (Germanwatch, Bonn) werden wir der Frage nachgehen, welche Maßnahmen besonders auf kommunaler Ebene im Rahmen der UN-Entwicklungsziele einen sinnvollen Beitrag zu einer ökologischen Nachhaltigkeit darstellen.
Übrigens: Mit der Veranstaltung geht Vamos e.V. auf Tour durchs Münsterland: So werden wir die gleiche Veranstaltung in Rheine (30.5., 18 Uhr, TaT, Transferzentrum für angepasste Technologien GmbH), Coesfeld und Warendorf durchführen. Die genauen Tourdaten teilen wir Ihnen gern telefonisch mit.
NRW Stiftung für Umwelt und Entwicklung vor dem Aus?!
Im Dezember 2006 hatten wir noch davor gewarnt, jetzt ist es Realität geworden: Die NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung wurde von der schwarz-gelben Koalition faktisch handlungsunfähig gemacht. Die finanziellen Mittel, aus denen die Stiftung entwicklungspolitische Bildungsprojekte finanziert, sind abhängig von der Zuweisung der Landesregierung. Die FDP - allen voran deren Fraktionsvorsitzender Papke - vermutet hinter jedem von der Stiftung geförderten Projekt eine rot-grüne Bastion. „Folgerichtig“ wurde der Stiftung der Garaus gemacht, indem die Mittelzuweisung so drastisch heruntergefahren wurde, dass in 2007 kein einziges neues Projekt finanziert werden kann! Der Koalitionspartner CDU, mit Minister Amin Laschet eigentlich entwicklungspolitisch hervorragend besetzt, verhinderte nur noch die von der FDP beabsichtigte Insolvenz der Stiftung.
In Münster wurden herausragende Projekte von der Stiftung mitfinanziert. Die Mittel gingen u.a. an den Allwetterzoo, den Naturschutzbund, die Katholische Arbeitnehmer Bewegung, das Eine-Welt-Forum, die Biologische Station Rieselfelder und Vamos e.V..
Nachdem die Landesregierung bereits sämtliche Mittel für die kommunale Entwicklungszusammenarbeit gestrichen hatte, kommen nach der neuerlichen Streichung schwere Zeiten auf diejenigen zu, die sich in NRW in der Eine-Welt-Arbeit engagieren. Auch die Hochburg Münster ist betroffen: „Das ist eine Ohrfeige für das entwicklungspolitische Engagement in Münster - immerhin haben wir hier 130 Gruppen, die meisten davon arbeiten ehrenamtlich“, kritisiert die Erste Vorsitzende von Vamos e.V., Dr. Gisela Nolte, die Kahlschlagpolitik der Landesregierung. Bleibt nur zu hoffen, dass die Landesregierung die Proteste von Kirchen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen ernst nimmt und für das Jahr 2008 zu einer Politik zurückfindet, die das Engagement von Bürgern für Umwelt- und Entwicklungspolitik unterstützt und nicht vereitelt!
Wer die Pressemeldung von Vamos e.V. einsehen möchte, kann hier klicken.
Zwei Minuten Zeit? Dann machen Sie mit bei unserer
Online-Protestaktion für mehr Fairness und Gerechtigkeit in der Bekleidungsproduktion
Sie dauert nur zwei Minuten - hat aber nachhaltige Wirkung: Unsere Protestaktion im Internet! Mit Ihrer Online-Unterschrift protestieren sie gegen Ungerechtigkeit und mangelnde Fairness in der Bekleidungsproduktion. Ende November letzten Jahres hatten wir die Aktion vorgestellt: Bis jetzt haben über 600 Menschen mitgemacht. Doch wir brauchen bis zum Herbst mindestens 2000 Unterschriften, damit unser Anliegen auch Gehör findet.
Also, machen Sie bitte mit und empfehlen Sie die Aktion weiter! Übrigens haben Sie auf unserer Homepage die Möglichkeit, eine Grußkarte zu verschicken. So können Sie Freunde und Bekannte zum Mitmachen bewegen.
Wenn Sie hier klicken, gelangen Sie direkt zur Online-Aktion.
Verschiedenes
Vamos e.V. unterstützt die Kampagne des Eine Welt Netz "Deine Stimme gegen Armut - Mach mit in NRW". Mit der Online-Kampagne erinnern wir die Bundesregierung daran, dass sie sich mit Unterzeichnung
der UN-Entwicklungsziele verpflichtet hat, alles daran zu setzen, bis 2015 weltweit die extreme Armut zu halbieren!
Hier gelangen Sie direkt zur Online-Kampagne.
Übrigens: Vamos e.V. wird in diesem Jahr 20 Jahre alt! In der nächsten Ausgabe des Newsletters finden Sie alles Wissenswerte zum Jubiläum.
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