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18.05.2012










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"Zarte Hände - harte Dornen"

Veranstaltung zu den unmmenschlichen Arbeitsbedignungen in der kolumbinaischen Blumenproduktion

Auf Einladung von Vamos e.V., der Akademie Franz Hitze Haus und der Katholischen Frauengemeinschaft, Diözesanverband Münster berichtete die Soziologin Olga Ortiz bei einem Forumsgespräch am 24. 08.2006 über die Blumenproduktion in Kolumbien.

In der kolumbianischen Blumenproduktion arbeiten vor allem Frauen, die in "nachhaltiger Armut" (Zitat Ortiz) belassen werden .

Tauschen sich über die weitere Zusammenarbeit aus: Lilo Paßlick, Barbara Issel (beide kfd), Olga Ortiz (Proyecto Flores) und Sonja Begalke (Vamos e.V. Münster) v.l.n.r.

Foto: G. Kriener

80 Prozent aller in Deutschland verkauften Schnittblumen werden importiert, zunehmend aus Ländern der "Dritten Welt". Der Arbeitsalltag der Blumenarbeiterinnen ist von gesundheitsschädlichen Bedingungen und unzureichenden Löhnen geprägt. In Kolumbien werden seit mehr als 40 Jahren Schnittblumen für den Export angebaut und nach wie vor wächst diese Branche. Dies wirkt sich jedoch nicht positiv auf die Beschäftigten aus, deren Situation sich in den letzten Jahren massiv verschlechterte.

Mit ihrer Blumenkampagne "Rosige Aussichten 100 plus - und die Fairness blüht auf" möchte der Diözesanverband Münster der kfd zusammen mit der Evangelischen Frauenhilfe Westfalen Kirchengemeinden dazu gewinnen, den kirchlichen Blumenschmuck nach ethischen Kriterien zu gestalten. So wird dazu aufgerufen, entweder Blumen aus der einheimischen Produktion oder aus dem sog. Flower-Label-Program (FLP) zu nutzen. Blumen mit dem FLP-Siegel garantieren den Arbeiterinnen eine gerechte Entlohnung.

Olga Ortiz arbeitet für das basiskirchliche Blumenprojekt "Proyecto Flores" in der Nähe der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Die Mitarbeiterinnen unterstützen die in der Blumenindustrie beschäftigten Menschen, mehrheitlich junge Frauen, auf vielfältige Weise. "Unsere wichtigste Aufgabe ist es, bei den Frauen vor Ort zu sein und ihnen juristische und ärztliche Beratung und Hilfe zu bieten. Es ist schon viel gewonnen, wenn die Blumenarbeiterinnen ein eigenes Selbstbewußtsein aufbauen, sich gewerkschaftlich zusammenschließen und ihre berchtigten Interessen gegenüber den Plantagenbesitzern vertreten können", so Olga Ortiz.

Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung der Veranstaltung.

Auf der Vamos-Homepage "BlumenWelten" erfahren Sie mehr zum Thema.

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