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23.02.2012










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TrikotTausch - die zwei Seiten der Sportbekleidung

Neues Projekt startet

In Deutschland wird viel Geld für Kleidung ausgegeben – 2007 waren es pro Person 888,- Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt vom 28.7.2009). Dabei wird Sportbekleidung besonders in Jahren mit sportlichen Großereignissen wie der Europa-Fußball-Meisterschaft der Herren 2012 in Polen und der Ukraine vermehrt gekauft und nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch in der Freizeit getragen. Sportliche Großereignisse vervielfachen die Verkaufszahlen der großen Markenhersteller.

Weit weniger bekannt sind die Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern der Sportartikel und -bekleidung. China, Rumänien und Nicaragua heißen drei der Länder, in denen vor Großereignissen wie der Europa-Fußball-Meisterschaft im Akkord und oft mit Überstunden verbunden für den Weltmarkt produziert wird. In Deutschland jedoch ist die Geschäftsführung der Markenfirma ansässig. Die sprunghaft steigende Nachfrage bei sportlichen Großevents führt dabei oft zu unbezahlten Überstunden in den Herstellungsländern.


Aus Kostengründen wird fast ausschließlich im Ausland produziert - meistens in sogenannten freien Export-Produktionszonen. Die Arbeitsbedingungen sind häufig katastrophal: Minimale Entlohnung und kaum Arbeitsschutz sind an der Tagesordnung. Gründen die Näherinnen eine Gewerkschaft droht außerdem die Entlassung. Was hier bei uns undenkbar wäre, gehört in den "freien Export-Produktionszonen" zum Alltag.


Gerade für Jugendliche ist nach Erfahrungen von MultiplikatorInnen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit der „Markengedanke“ wichtig – es ist nicht nur die Kleidung, die wir tragen wichtig, sondern vor allem die Marke, die auf dieser Kleidung zu sehen ist. Im Zusammenhang mit entwicklungspolitischen Themen liegt hier ein guter Anknüpfungspunkt für die Bildungsarbeit – der Ansatz bei der Erfahrungswelt der Jugendlichen und dem Blick auf die „andere“ Seite des Prouktionsprozesses.

Vamos e.V. wird die Wanderausstellungen „TrikotTausch“ und die „Schülerausstellung TrikotTausch“ aktualisieren. Außerdem entsteht ein „Sportkoffer“, vollgepackt mit Unterrichtsentwürfen, Broschüren, Filmen und anderem Material für die Bildungsarbeit. Abgerundet wird das Projekt durch die Schulung von Multiplikatoren, die beispielsweise in Sportvereinen über die Situation in der Sportbekleidungsindustrie informieren.

Das Projekt wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, dem Katholischen Fonds, dem Referat Weltkirche des Bistums Münster, den Fördermitgliedern und SpenderInnen von Vamos ermöglicht.


Die Förderer :

Mit freundlicher Unterstützung durch die

den

das Referat Weltkirche des Bistums Münster

und die Fördermitglieder und SpenderInnen von Vamos e.V.

 

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