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04.02.2012










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Online Unterschriftenaktion

Thema

Am 1. Juni 2010 hat die Kampagne fair flowers eine Unterschriftenaktion begonnen, mit der sie die EU auffordert, menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Blumenproduktion zu fördern. Der Auftakt der Aktion fand im Europäischen Parlament in Brüssel statt. Mit Unterstützung des europäischen Netzwerks Solidar und der österreichischen grünen Europa-Abgeordneten Ulrike Lunacek konnten im Parlamentsgebäude 330 Unterschriften gesammelt werden. 33 Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben unterzeichnet. Inzwischen haben weiter 300 Menschen online unterzeichnet.

Forderungen

  1. Die EU möge eine Richtlinie erlassen, die Angaben über die Herkunft von Blumen zur Pflicht macht.
  2. Die EU möge eine Richtlinie zur Untersuchung von Pestizidrückständen  in Blumen erlassen, die in die EU importiert werden. Pestizide, die die Weltgesundheitsorganisation als höchst gefährlich (WHO Klasse I) einstuft, dürfen nicht auf den EU-Markt gelangen.
  3. Die EU möge ein faires Beschaffungswesen in ihren Mitgliedsländern und in den Gremien der EU gemäß ihrer Richtlinien für die Vergabe öffentlicher Aufträge (2004/18/EC und 20004/17/EC) vorantreiben.
  4. Die EU möge die Ratifizierung der ILO-Konvention Nr. 110 (Arbeitsbedingungen für PlantagenarbeiterInnen) unterstützen.

Ergebnis

Übergabe der „fair flowers-Petition“ an den Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments
Köln, Münster, 26.10.2011. Heute hat die Kampagne „fair flowers – mit Blumen für Menschenrechte“ ihre Petition zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen an den Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments übergeben. 5.545 Menschen in Europa und Afrika unterstützen die Petition mit ihrer Unterschrift, darunter 34 Abgeordnete des Europäischen Parlaments. Mit der Petition werden die Forderungen nach menschenwürdigen Arbeitsbedingungen in der Blumenproduktion im Europäischen Parlament auf die Tagesordnung kommen. Die Träger der Kampagne fordern ein Importverbot für Blumen, die hochgefährliche Pestizide enthalten, die verpflichtende Angabe des Herkunftslands von Blumen, verbindlichere Vorgaben der Europäischen Union (EU) für ein faires öffentliches Vergabewesen sowie die Unterstützung der Ratifizierung der Plantage-Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO).

Frau Erminia Mazzoni, Vorsitzende des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments hat die Petition im Namen des Ausschusses entgegengenommen. Der Ausschuss wird sie auf die Tagesordnung setzen und die Kampagnen-Partner über das weiter Verfahren informieren.

„Ein Importverbot für Blumen, die hochgefährliche Pestizidrückstände enthalten wird den Effekt haben, dass die BlumenarbeiterInnen diesen Pestiziden nicht mehr ausgesetzt sein werden“, sagt Gertrud Falk von FIAN Deutschland. „Verbindlichere Regelungen für ein faires Vergabewesen innerhalb der EU wird darüber hinaus für Blumenproduzenten in Entwicklungsländern einen Anreiz darstellen, international anerkannte Arbeitsstandards einzuhalten.“

Die Plantagen-Konvention der IAO stellt ein umfassendes Regelwerk zum Schutz der Rechte von PlantagenarbeiterInnen dar. Sie wurde bisher nur von 10 Staaten ratifiziert.

„Durch die verbindliche Angabe des Herkunftslandes können VerbraucherInnen in Zukunft Blumen im Laden stehen lassen, die aus Ländern kommen, in denen sich die Blumenproduktion durch Landraub und Umweltverschmutzung besonders schädlich auf Kleinbauernfamilien auswirkt“, erläutert Steffi Neumann von Vamos e.V. Münster.

„Bis unsere Forderungen umgesetzt sind sollten VerbraucherInnen, öffentliche Einrichtungen und BlumenhändlerInnen nur fair produzierte Blumen kaufen“, fordert Gertrud Falk. „Faire Blumen werden vom Flower Label Program (FLP) und Fairtrade angeboten.“

„Je mehr Menschen, Unternehmen und Einrichtungen fair produzierte Blumen kaufen, desto mehr Unternehmen werden die Menschenrechte ihrer BlumenarbeiterInnen respektieren“, fasst Steffi Neumann die Absicht der Kampagne zusammen.


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