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Landraub in Argentinien
Ana Alvarez von der argentinischen Organisation ASOCIANA ist auf Einladung von Brot für die Welt in Deutschland. Sie berichtet am 24. November ab 19.30 im Paul-Gerhardt-Haus über illegale Waldrodungen und den Kampf der Indigenen Argentiniens um ihren Lebensraum.
Ana Alvarez ist Projektkoordinatorin des „Brot für die Welt“-Partners ASOCIANA, einer Organisation der Anglikanischen Kirche, die sich für die Rechte der indigenen Völker des Chaco einsetzt. Sie erklärt das Prinzip der Zerstörung: „Es ist einfach: Sie roden mit schweren Maschinen, holen alle wertvollen Hölzer aus dem Wald und verarbeiten minderwertige zu Kohle.“
Alles Übrige scharren Bulldozer zu großen Haufen zusammen, Feuer erledigen den Rest. So wird Platz für Monokulturen wie Soja, Zuckerrohr oder die ölhaltige Färberdistel geschaffen – Erzeugnisse, die in den Industrieländern begehrt sind und satte Gewinne versprechen. Allein in der Provinz Salta wurde im Jahr 2010 auf 637.000 Hektar Land Soja angebaut. Dies entspricht zweieinhalb Mal der Fläche des Saarlandes.
Der Löwenanteil der Produktion geht nach China, aber auch Europa ist ein guter Abnehmer. Hier landet Soja als Futtermittel in den Trögen von Schweinen und Rindern – während im argentinischen Chaco jene hungern, denen das Land eigentlich gehört: die indigene Bevölkerung.

Die illegale Rodung zerstört die Lebensgrundlage der Indigenen. Denn ohne den Wald können sie sich nicht ernähren. Bild: Brot für die Welt
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Die Veranstaltung wird von Brot für die Welt und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und Vamos durchgeführt.
Weitere Informationen:
Hier finden Sie Projektinformationen zu ASOCIANA (externer Link)