| |
| |
| |
| |
| |
| |

Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen
in den Weltmarktfabriken!
Download: Projektkurzbeschreibung (pdf-Datei)
Mehr über die Ausstellung TrikotTausch und die Ausleihkonditionen
Unser Engagement für Sozialstandards
Hätten Sie gedacht, dass wir in Deutschland pro Person 870 Euro im Jahr für Kleidung ausgeben? Das sind immerhin 72,50 Euro im Monat. Besonders hohe Absatzzahlen gibt es bei der Sportbekleidung - die wird heute nicht mehr nur auf dem Sportplatz getragen, sondern ebenso selbstverständlich in Freizeit, Schule und Beruf.
72,50 Euro im Monat für Bekleidung
Foto: D. Kaminski
Zur Fußball-WM in Deutschland wurde der Umsatz mit den Trikots, Sportschuhen und T-Shirts noch einmal gesteigert: Sportliche Großereignisse vervielfachen die Verkaufszahlen der großen Markenhersteller, die ihre geschickte Werbung mit den Stars der Fußballszene von Mexiko-City über Berlin bis nach Tokio ausstrahlen.
Weit weniger bekannt bei uns ist die Produktion und Herkunft der Sportartikel und -bekleidung. China, Rumänien und auch Nicaragua heißen drei der Länder, in denen die Nadeln heißlaufen vor derlei Sportereignissen. In Deutschland sitzt allenfalls noch die Geschäftsführung der Markenfirma.
Aus Kostengründen wird fast ausschließlich im Ausland produziert - zumeist in sogenannten freien Export-Produktionszonen. Die Arbeitsbedingungen sind ein ums andere Mal katastrophal: minimale Entlohnung, Zwangsüberstunden und kaum Arbeitsschutz sind an der Tagesordnung.
Gründen die Näherinnen eine Gewerkschaft droht außerdem die Entlassung.
Was hier bei uns undenkbar wäre, gehört in den "freien Export-Produktions- zonen" zum Alltag. Und der Gegenwert? Von einem Paar Sportschuhe, das bei uns 100 Euro kostet, erhält die Frau, die es herstellt, 40 Cent!
Nähen im Akkord und unter strenger Kontrolle
Foto: G. Krautbauer
Und das können wir hier tun:
Zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO) setzt sich Vamos e.V. dafür ein, dass weltweit verbürgte Rechte wie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) eingehalten werden - unabhängig davon, wo produziert wird und wer produziert.
Die Macht des Verbrauchers darf dabei nicht unterschätzt werden. Große Markenunternehmen reagieren sensibel auf Nachfragen von Kunden. Fragen Sie doch vor dem Kauf einmal nach den Produktionsbedingungen beteiligen Sie sich an der Protestaktion der Clean Clothes Campaign (CCC).
Und: Nur Sie selbst entscheiden, was Sie kaufen. Einen Überblick der bereits existierenden Siegel, die Auskunft über die Produktionsbedingungen geben, erhalten Sie unter www.label-online.de.
Leider gibt es noch keine fair gehandelte Bekleidung für die verschiedenen Sportarten. Bei fair wear und Lamu Lamu gibt es Baumwollprodukte auch in sportlichen Designs.
Der Kauf von Second-Hand-Bekleidung kann eine Alternative zum Neukauf sein. Schauen Sie doch mal rein unter: www.secondhand-online.de.
Vamos e.V. setzt sich außerdem für die Verbesserung der Rechte von Näherinnen in Nicaragua ein. Zusammen mit dem Projektpartner MEC (Movimiento de Mujeres "Maria Elena Cuadra") werden die Frauen zu sogenannten "Arbeitsrecht-Promotorinnen" ausgebildet.
Wie auch Sie die Näherinnen unterstützen können, erfahren Sie hier.
Mit der Wanderausstellung "TrikotTausch - die zwei Seiten der
internationalen Sportbekleidungsproduktion" thematisiert Vamos e.V. die
unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsproduktion. In der
Ausstellung werden die globalen Zusammenhänge des Textil- und
Bekleidungsmarktes anschaulich und nachvollziehbar dargestellt - außerdem
kommen die Betroffenen selber zu Wort. "TrikotTausch" ist gut geeignet, das
komplexe Thema an möglichst viele
Menschen heranzutragen.
Hier erfahren Sie mehr über die Ausstellung und die Ausleihkonditionen.